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Sommerfest Kirchenchor Bad Bibra-Nebra unter dem Motto „Wir singen wieder“ 

Ein vielstimmiges „Halleluja“ schwebte durch die Nebraer Gartenstraße am Donnerstagabend und ließ sicher manchen Nachbar in der Nähe aufhorchen. Kurz darauf folgte das Kirchenlied „Vertrau den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt“. Nicht zuletzt steht diese Liedzeile als Synonym für die Zuversicht und Hoffnung, dass sich Menschen endlich wieder zu gemeinsamen Gesang und Geselligkeit in vertrauten Freundes- und Chorkreisen treffen können.

Auf diesen Punkt ließ sich auch das Motto „Wir singen wieder“ der Frauen und Männer vom Kirchenchor Bad Bibra-Nebra bringen, die sich zum traditionellen Sommerfest ihrer Gemeinschaft im Hausgarten von Christel und Otto Hammer bei schönem Wetter zusammenfanden. Weil jeweils der Donnerstag im vierzehntäglichen Wechsel in den evangelischen Kirchen- und Gemeinderäumen Bad Bibra und Nebra als Probenabend festgeschrieben ist, war es den Chormitgliedern zum Sommerfest ein Herzensbedürfnis, einige Lieder unter der musikalischen Chorleitung von Rolf Walther anzustimmen.

Christel und Otto Hammer, die seit vielen Jahren im Kirchenchor singen freuten sich als Gastgeber auf das Wiedersehen in geselliger Runde, hatten Tisch und Stühle bereitgestellt und hübsch dekoriert, den Grillkamin angeheizt, Getränke und Speisen aufgetafelt. „Es war für uns eine lange Zeit der Abstinenz vom liebgewonnenen gemeinsamen Proben und Singen in den langen Wochen, in denen Corona zum Abstandhalten zwang und kaum Begegnungen zuließ“, so Rolf Walther, der als Dankeschön für ihre Gastfreundschaft an Christel Hammer eine Topfpflanze überreichte. „Seit Mitte Juni konnten wir unseren gewohnten Probenrhythmus wiederaufnehmen.“ Mit der Stimme ist es wie mit dem Sport, man muss die Stimme trainieren, um die klangliche Harmonie in den einzelnen Stimmlagen zu erreichen, bestätigte auch Chormitglied und Nebraer Pfarrer Michael Röpke. Von März bis Sommer 2020 fielen Proben und öffentliche Auftritte weg, danach konnte bis Oktober noch geprobt werden, bevor von November 2020 bis Mitte Juni dieses Jahres eine zweit lange Zwangspause folgte. Auch die Hoffnung auf das weihnachtliche Singen hatte sich zerschlagen. Eigentlich sollte im vorigen Jahr auch ein kleines Jubiläum gefeiert werden, nämlich der Zusammenschluss der zuvor eigenständigen Kirchenchöre Bad Bibra und Nebra im Jahr 2010. Nun wurde zum Sommerfest eine „11“ daraus, meinte Christel Hammer. Der Zusammenschluss der Chöre geschah vor dem Hintergrund des Mitgliederschwundes, Ältere schieden aus, Jüngere rückten kaum nach. Zuletzt leitete die Katechetin der Nebraer Kirchgemeinde Christel Thon den Nebraer Chor. Von Auflösung war bereits die Rede als kurzzeitig Kirchenmusikerin Anne Hänisch einen Mitgliederaufruf startete und die Leitung übernahm. Immerhin gab es durch einige Männerstimmen Verstärkung. Der Bad Bibraer Kirchenchor, der zu besten Zeiten bis auf 25 Mitglieder angewachsen war, wurde lange Jahre von der Naumburger Organistin Irene Gräulich geleitet, bis der Organist und Leiter des Männerchors „Liedertafel“ Klosterhäseler Rolf Walther die Bad Bibraer übernahm. Aus den derzeit 20 aktiven Sängerinnen und Sängern des nun gemeinsamen Chores Bad Bibra-Nebra formte Walther eine stimmlich ausgewogene Gemeinschaft, in der man auch freundschaftlich längst zusammengewachsen ist, bestätigten die Frauen in der Tischrunde. Diese Gemeinschaft lebt von vielen netten Traditionen, so bastelt und gestaltet Christel Hammer stets den Geburtstagskartengruß, über den sich jedes Chormitglied stets freut. Jeder Geburtstag bedeutet auch älter zu werden, somit steigt das Durchschnittsalter des Kirchenchores. Ältestes Mitglied ist mit 85 Jahren inzwischen Christel Thon, vielen Nebraern gut in Erinnerung als Organistin und Leiterin verschiedener kirchlicher Instrumental- und Gesangsgruppen, erzählt Christel Hammer. „Für uns bedeutet das, nach neuen Mitgliedern und Nachrückern Ausschau zu halten.“ Wer gern singt, ob Männer oder Frauen, ist willkommen. Und es sind nicht nur Kirchenlieder, die geprobt werden. Auch das Volksliedergut wird gepflegt. Ganz wichtig wird der soziale und kommunikative Zusammenhalt genannt, der gerade für die an Jahren ältesten Mitgliedern hohen Stellenwert hat. „Der Probenabend am Donnerstag ist ein Ziel, wo wir älteren gern hingehen und uns drauf freuen“, bestätigten einige zum Sommerfest. In normalen Zeiten verteilen sich zahlreiche Auftritte über das Jahr hinweg. Gesanglich werden kirchliche Fest- und Feiertage, Festgottesdienste, aber auch private Jubiläen begleitet. Höhepunkte sind stets Singen in der Advent- und Weihnachtszeit, am Reformationstag in den Kirchen im Einzugsgebiet Nebra und Bad Bibra. Darauf freut sich jedes Mitglied und bereitet sich gut vor. Ein solcher Höhepunkt ist bald mit der gesanglichen Umrahmung des Festgottesdienstes anlässlich des Bad Bibraer Jubiläums 150 Jahre der Magdalenen-Stadtkirche am 1. August. Der Kirchenchor Bad Bibra-Nebra wir an diesem Tag in diesem Jahr erstmals öffentlich auftreten.

Nächte Probeabende unter Beachtung der Hygieneregeln sind in den Kirchen Bad Bibra und Nebra, jeweils donnerstags ab 19.30 Uhr: Bad Bibra (August Sommerpause): 22.07.; 09.09., 23.09.; 07.10., 21.10.; Nebra: 29.07.; 16.09., 30.09.; 14.10., 28.10. Gesanglich interessierte Männer und Frauen sind gern willkommen.

 

Text & Foto Gisela Jäger

  
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