Sanierungsarbeiten am Unstrut-Radwanderweg zwischen Memleben und Wangen abgeschlossen [18.12.2015]

Ende November erfolgte die offizielle Freigabe des Unstrut-Radwanderweges zwischen Memleben und Wangen. Nach mehrmonatigen Sanierungsarbeiten trafen sich Baubeteiligte, Planer, Kommunalpolitiker und Fördermittelgeber. Letzterer wurde durch Gabriele Neugebauer vertreten, Referatsleiterin für Städtebau- und Schulbauförderung sowie Schadensregulierung der Hochwasserschäden 2013
aus dem Landesverwaltungsamt. Der Radwegabschnitt gehörte zu jenen Einrichtungen der kommunalen Infrastruktur, die vom Jahrhunderthochwasser geschädigt worden waren. Aus diesem Grund konnte auf 1600 Meter der Unstrutradweg mit einer 100 %-Förderung instand gesetzt werden. Ab der Gemarkung Wangen bis zur Einbindung Heubrücke in Höhe des Klosters Memleben ist der Radweg auf zwei Meter Breite ausgebaut.
„Ich freue mich sehr, dass hier der Zuwendungszweck erfüllt wurde“, so Frau Neugebauer. Dann konnten Monika Ludwig, Verbandsgemeindebürgermeisterin An der Finne, und Uwe Reiche, Bürgermeister der Gemeinde Kaiserpfalz, mit dem Banddurchschnitt die symbolische Freigabe erfolgten.

Frau Ludwig dankte den Baubeteiligten für die gute Zusammenarbeit und stellte den Radweg als eine wichtige Anbindung und Verknüpfung touristischer Ziele heraus. Dies auch mit Blick auf das Museum Kloster und Kaiserpfalz Memleben direkt an der Stecke. Der Dank der Bürgermeisterin richtete sich an das Ingenieurbüro Steinberg aus Naumburg und die bauausführende Straßen- und Tiefbaufirma Mütze und Rätsel aus Wohlmirstedt. Bürgermeister Uwe Reiche und auch Alt-Landrat Harri Reiche äußerten ebenfalls ihre Freude über das Geschaffene. Der Radweg war zuvor Thema im Verbandsgemeinderat, um einen Beschluss über eine Zusatzleistung im Zuge der Sanierung zu fassen. Für die Anlieferung der Baustelle war der befestigte Weg aus Richtung Wendelstein genutzt worden, da ein Befahren der Heubrücke hinter dem Kloster Memleben seit dem Hochwasser 2013 nicht mehr möglich ist. Erst im Zuge der laufenden Baumaßnahme am Radweg zeigte sich, dass der Weg aus Richtung Wendelstein ab 700 Meter vor der Unstrut sich immer mehr verformte. Das zu Rate gezogene Ingenieurbüro Häcker für Geologie und Baugrund stellte fest, dass der Unterbau des Weges nicht mehr tragfähig war, weil in diesem Bereich das Hochwasser auch diesen Weg stark geschädigt hatte. Diese Bestandaufnahme wurde beim Fördermittelgeber zur Prüfung für einen Erweiterungsantrag der Baumaßnahme eingereicht. Die Verbandsgemeinde erhielt die Zusage, dass diesem Antrag zugestimmt wird und eine 100 %-Förderung in Aussicht steht. Der Verbandsgemeinderat stimmte vor diesem Hintergrund – vorbehaltlich der Genehmigung des Erweiterungsantrages mit entsprechender Förderung – einer überplanmäßigen Aufwendung zu.

Im Rahmen der Regulierung der Hochwasserschäden stehen für 2016 noch die Ersatzneubauten zweier Brücken an: die Heubrücke hinter dem Kloster Memleben und eine Brücke am Schöpfwerk Wendelstein. Für die Brücken liegt der Fördermittelbescheid vor. Die neue Heubrücke entsteht demnach neben der Geschädigten, die erst abgetragen wird, wenn der Ersatzbau vollendet ist. Damit, so erklärte Verbandsgemeindebürgermeisterin Ludwig, ist für Wanderer und Radtouristen die Zuwegung zum Museum Kloster Memleben durchweg sichergestellt, da Fußgänger und Radler die alte Brücke überqueren dürfen, nur kein Fahrzeugverkehr.
  





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letzte Änderung: 23.03.2026