Einweisung der Feuerwehren am Bibratunnel [16.02.2015]

Den Valentinstag verbrachten mehr als fünfzig Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde An der Finne, aus der Verbandsgemeinde Unstruttal sowie die Funktrupps aus Bad Kösen und Sössen am Ostportal des Bibratunnels. Der Landesbrandmeister und Mitarbeiter des Amts für Brand- u. Katastrophenschutz und Rettungswesen des Burgendlandkreises Andreas Heinold, Kreisbrandmeister Silvio Suchy und Sven Heynold,
einer der Notfallmanager der Deutschen Bahn AG, führten die so genannten Tunnelbasiseinheiten durch die Nord- und Südröhre des Bibratunnels und wiesen diese in die eingebauten Sicherheitseinrichtungen ein. So wurden den Kameraden die Bauweise und Handhabung der Löschwasserentnahmestellen, der Anlage zum automatischen Bahnerden und der im Tunnel verlegten Löschwasserleitungen erklärt. Viele Aspekte sind bei einem Rettungseinsatz an den Tunnelanlagen der Region zu beachten. Um diese zu festigen und einen entsprechenden Rettungsplan zu erarbeiten, wird es im Oktober an jedem Tunnel eine Einsatzübung geben. Bevor diese starten können, sind diese Begehungen und spätere Anfahr- und Aufstellungsübungen geplant.
Um die begrenzte Aufstellfläche effektiv zu nutzen, An- und Abfahrtswege freizuhalten und den Versorgungsplatz für die Verletzten zu schaffen, muss der Platz entsprechend eingeteilt werden. Denn bei einer so genannten Großschadenslage werden rund 100 Einsatzkräfte an den Tunnelportalen arbeiten. Der Burgenlandkreis hatte in seiner Risikoanalyse auf einige Probleme hingewiesen und diese in Zusammenarbeit mit der Bahn weitgehend gelöst. In 14 Tagen wird es eine weitere Besichtigung am Osterbergtunnel geben, wo die betreffenden Feuerwehren eingewiesen werden.
Nach der Besichtigung am Bibratunnel zeigten sich die Kameraden der Feuerwehren zuversichtlicher im Hinblick auf die zum Ende des Jahres in Kraft tretenden Fahrbetrieb auf der ICE Hochgeschwindigkeitsstrecke. Doch es waren sich alle einig, dass weitere Schulungen und Übungen erfolgen müssen, um jeden Kameraden mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen. Zum Schluss wurden alle Teilnehmer durch den Versorgungszug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd mit Würstchen und Kaffee versorgt und traten so gestärkt die Rückfahrt in die Standorte an.
  





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letzte Änderung: 24.03.2026