Ortsbegehung an den Salzwiesen zwischen Roßleben und Wendelstein [05.05.2014]

Am Fuß der Rückstandshalde des ehemaligen Kalisalzbergwerkes zwischen Roßleben und Wendelstein befindet sich ein auf den ersten Blick unscheinbarer, aber faszinierender Lebensraum. Hier existieren ausgedehnte Salzwiesen, auf denen sich seltene Tier- und Pflanzenarten etablieren konnten, die auf Grund ihrer Seltenheit geschützt werden müssen.
Der Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland initiierte Forschungen, die zum einen mittels einer bodenkundlichen Untersuchung die Salzherkunft untersuchen und zum anderen die Flora und Fauna des Biotops erfassen soll. Um die Öffentlichkeit auf das Projekt aufmerksam zu machen, lud der Geo-Naturpark Götz Ulrich, Verbandsgemeindebürgermeister der Verbandsgemeinde An der Finne, und den Roßlebener Bürgermeister Steffen Sauerbier zu einer Ortsbegehung ein. Dr. Matthias Henniger, Geologe und Projektmitarbeiter des Naturparks, und Dr. Jürgen König, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Kyffhäuser-Unstrutlandschaft e.V., berichteten an den Salzwiesen über den Fortgang des Projektes.

Das Biotop steht im Eigentum der Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben, gehört zu Wendelstein und damit zur Verbandsgemeinde An der Finne, liegt aber direkt an der Grenze zum Thüringer Kyffhäuserkreis. Für Götz Ulrich bietet diese Konstellation die Chance, „endlich einmal über Ländergrenzen hinweg zu kooperieren, zumal Roßleben auch Mitglied im Geo-Naturpark ist. Ich freue mich sehr über die enge Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern des Naturparks und der Gerhart-Hauptmann-Schule in Roßleben, deren Umweltgruppe sich schon seit Jahren mit den Salzwiesen beschäftigt.“ Der Sechstklässler Danny Metze präsentierte an einem kleinen Stand einige der Funde in diesem artenreichen Lebensraum. Stolz berichtete der 11-jährige den Bürgermeistern von seinem Jugend-forscht-Projekt „Spannendes von den Salzwiesen.“ Alle Beteiligten der Ortsbegehung sind sich einig, dass dieser einzigartige Lebensraum nicht nur der Kenntnis einiger Eingeweihter vorbehalten bleiben soll. Stattdessen müsse das Projekt stärker in der Öffentlichkeit thematisiert werden, wodurch sich mittelfristig auch eine touristische Nutzung ergeben könnte.
  





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letzte Änderung: 25.03.2026