Unterstützung beim Übergang von der KiTa zur Schule [24.03.2014]

Verbandsgemeinde An der Finne startet Modellversuch mit Familienbegleitern
Bildung findet nicht nur im Kindergarten oder in der Schule statt. Der Grundstein für eine erfolgreiche Bildung wird im Elternhaus gelegt. Dabei ist gerade der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Schule ein bedeutender Lebensabschnitt für Kinder, bei dem sie angemessen unterstützt werden sollten.
Die Verbandsgemeinde An der Finne startete dazu auf Initiative von Bürgermeister Götz Ulrich im November vergangenen Jahres in Zusammenarbeit mit dem Verein „Buddy“ ein Modellprojekt der besonderen Art. In enger Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen wurden so genannte Familienbegleiter ausgebildet. Derzeit unterstützen 12 Familienbegleiter in der Verbandsgemeinde die Eltern von Vorschulkindern im Umgang mit dem Thema „Übergang zur Schule“. „Neue Strukturen, höhere Anforderungen und eine ungewohnte Umgebung bedeuten für Erstklässler oft eine komplette Umstellung. In gemeinsamen Elterntreffen werden deshalb Strategien entwickelt und besprochen, die es den Eltern erleichtern sollen, ihren Nachwuchs optimal auf den Schulstart vorzubereiten“, erklärt Projektkoordinatorin und Hortleiterin Sylvia Arlt die Intention. Jede der aller ca. drei Wochen stattfindenden Zusammenkünfte steht unter einem anderen Thema: Von „Soviel Bildung steckt im Alltag“ bis hin zu „Unser Zuhause als Bildungsort“ werden die Sinne der Eltern geschärft und sie werden sensibilisiert für die Bedürfnisse der Kinder. Die engere Verzahnung von Familien, Erziehern der Kindertageseinrichtungen und den Lehrern leistet gerade im Bereich der vorschulischen Bildung einen entscheidenden Beitrag. „Mit praktischen Tipps können es Eltern schaffen, auch das Zuhause zu einem angenehmen Bildungsort zu gestalten. Es entsteht eine positive Lernatmosphäre, in der die Kinder ihre Kompetenzen ohne Druck entwickeln und ein starkes Selbstbewusstsein ausbilden können.“, erklärt Erzieherin Sabine Schön. In Absprache mit den Eltern werden Treffen organisiert, die sich mit praktischer Alltagshilfe an die Eltern wenden. Dabei ist es den Verantwortlichen auch wichtig, allen Eltern von Vorschulkindern die Möglichkeit der Partizipation zu geben. „Die Mamas oder Papas können ihr Kind natürlich mit zu den Treffen bringen. So lernt es gleich die Schule besser kennen, ohne den Druck von Lehrern oder eines institutionellen Rahmens.“, so Arlt weiter. Auch die Betreuung der Geschwisterkinder sei für den Zeitraum des Projekttreffens abgesichert. Die Verbandsgemeinde An der Finne investiert insgesamt 51.000 Euro in das Bildungsprojekt. Götz Ulrich: „Mit dem Family-Projekt haben wir ein wirklich großartiges Konzept auf den Weg gebracht, das bisher eine unheimlich große Resonanz erlebt! Da kann man nur hoffen, dass sich die Idee verbreitet und von den Eltern weitergetragen wird. Bildung kann nur gelingen, wenn Eltern, Lehrer und Erzieher zusammen statt gegeneinander arbeiten.“ Götz Ulrich hofft weiterhin, dass sich das erfolgreiche Modellprojekt nun auch im gesamten Landkreis durchsetzt und Kindern so einen optimalen Start in das Leben ermöglicht.
  





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letzte Änderung: 25.03.2026