Eine Woche in französischen Gastfamilien [13.05.2013]

Eine Woche lang waren 17 Schülerinnen und Schüler und 13 Erwachsene Gäste der französischen Stadt Saint André de l’Eure. Die Kleinstadt in der Normandie, etwa 90 Kilometer westlich von Paris, ist seit 2011 Partnerkommune der Verbandsgemeinde An der Finne. Nachdem Ende Oktober 2012 bereits französische Jugendliche zu Gast in der Verbandsgemeinde An der Finne waren, erfolgte nunmehr der Gegenbesuch. Alle deutschen Teilnehmer der Reise waren wieder bei Gastfamilien untergebracht. Zum Programm der Jugendlichen gehörte die Teilnahme an einem Unterrichtstag der dortigen Gemeinschaftsschule „Collège des 7 épis“. Auf dem Programm stand Unterricht in den Fächern Geo-Geschichte, Biologie, Mathematik und Sport, natürlich alles in französischer Sprache. Alle deutschen Gäste besuchten an einem weiteren Tag gemeinsam die französische Hauptstadt Paris. Dort folgte nach einer Schiffsfahrt auf der Seine eine Besichtigung des Eifelturms, von dem aus ein herrlicher Blick über die französische Metropole möglich war.
Am 8. Mai, der in Frankreich als Tag der Befreiung von der deutschen Besatzung nationaler Feiertag ist, fand auch in St. André de l’Eure eine zentrale Gedenkveranstaltung statt. Bürgermeister Serge Masson legte dabei gemeinsam mit Bad Bibras Bürgermeister Dr. Hartmut Spengler, einem französischen Jugendlichen und Luise Ulrich, der Schulsprecherin des Gymnasiums Laucha, ein Blumengebinde am Denkmal für die französischen Kriegsgefallenen nieder. In Anwesenheit von französischen Kriegsveteranen des Zweiten Weltkrieges gedachte Serge Masson in seiner Rede vor allem des Kriegsendes vor 68 Jahren. Einen Teil der Rede trugen französische Jugendliche in deutscher Sprache vor.
Verbandsgemeindebürgermeister Götz Ulrich, der dieses Mal nicht an der Reise teilnehmen konnte, lobte die Gastfreundschaft der französischen Seite: „Alle deutschen Teilnehmer waren begeistert von der freundlichen Aufnahme in den französischen Gastfamilien. Inzwischen haben sich unter den Familien und Jugendlichen bereits Freundschaften entwickelt. Man besucht sich auch außerhalb der offiziellen Reisen. Das ist ausdrücklich gewünscht. Dabei sind die Sprachbarrieren längst überwunden. Auf beiden Seiten laufen Sprachkurse, die die Grundlage eines gegenseitigen Verstehens bilden.“ Nach Angaben von Ulrich werden derzeit in Bad Bibra zwei Sprachkurse, für Anfänger und Fortgeschrittene, angeboten. Außerdem soll ab dem kommenden Schuljahr Französisch für Grundschüler als Arbeitsgemeinschaft an der Grundschule Eckartsberga angeboten werden. „Die Vorbereitungen dafür laufen bereits“, verrät der Bürgermeister.
Finanziert werden konnte dieser Besuch nur durch Fördermittel der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, die im Rahmen des Projektes „Pflege der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen der Verbandsgemeinde An der Finne und der Stadt Saint André de l’Eure bewilligt wurden.

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