
In der vergangenen Woche hat die Metropolregion Mitteldeutschland zwei weitere Studien im Rahmen des Strukturwandel-Projektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“ gestartet. Die Untersuchungen widmen sich Ansätzen für alternative Wertschöpfung und Innovation in den ländlichen Räumen des Mitteldeutschen Reviers. „Die ländlichen Teilräume des Mitteldeutschen Reviers sind nicht nur vom Kohleausstieg besonders betroffen, sondern bekommen auch den demografischen Wandel in den kommenden Jahren sehr stark zu spüren.
Mit den beiden nun startenden Studien sollen Stadt und Land enger verknüpft und sehr praxisnah Innovationspotenziale gehoben werden, um diesen Entwicklungen mit alternativer Wertschöpfung, aber auch mit einer Aufwertung z. B. von Ortszentren entgegenzuwirken“, erklärt Henning Mertens, Handlungsfeldmanager „Wertschöpfung und Innovation" bei der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland. Die beiden Studien befassen sich mit folgenden Themen: Kooperations- und Innovationsorte (Laufzeit 7 Monate) Zentrales Thema der Studie sind die Potenziale eines flächendeckenden Netzes von Kooperationsorten für mobiles Arbeiten und dezentrale Unterstützungsstrukturen für die Gründung und das Wachstum von Unternehmen im ländlichen Raum und in den Mittelzentren der Region. Ein zweites Ziel besteht in der Konzeption zentraler, thematisch oder auf Branchen ausgerichteter Innovationsorte (Labs), die insbesondere für KMU und Kleinstunternehmen einen niederschwelligen Zugang zu Qualifizierung sowie Anbindung an Forschungs- und Entwicklungsressourcen schaffen.
Zukunftsfaktor Handwerk (Laufzeit 6 Monate) Die Analyse untersucht, inwieweit das Handwerk insbesondere im ländlichen Raum Potenzialträger für eine alternative Wertschöpfung sein kann. Gleichzeitig werden Strukturen und Modelle identifiziert, welche die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Handwerksbetriebe durch gezielten Innovationstransfer stärken können. Die Studie soll Entwicklungsperspektiven für das Handwerk im ländlichen Raum beleuchten und Nachfrageschwerpunkte in der Region identifizieren. Über das Strukturwandel-Projekt „Innovationsregion Mitteldeutschland“ Im Projekt „Innovationsregion Mitteldeutschland“ entwickelt die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland mit den Landkreisen Altenburger Land, Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Leipzig, Seite 2 / 2 Mansfeld-Südharz, Nordsachsen und Saalekreis sowie den Städten Halle (Saale) und Leipzig neue Strategien und Projekte für den Strukturwandel in der Region. Das Vorhaben wird im Rahmen der BundLänder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) durch den Bund, den Freistaat Sachsen, das Land Sachsen-Anhalt und den Freistaat Thüringen gefördert. In der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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