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Minister Webel informiert sich über Projektumsetzung vor Ort 
Am heutigen Donnerstag konnte Verbandsgemeindebürgermeisterin Monika Ludwig und ihre Amtskollegin aus dem Unstruttal Jana Schumann den Verkehrsminister an der Unstrut in Memleben begrüßen. Im Beisein von Vertretern der bauausführenden Firmen, der Bauüberwacher, dem begleitenden Ingenieurbüro, des Landesverwaltungsamtes, ansässigen Landwirten und Gemeindevertretern
konnte sich der Minister für Landesentwicklung und Verkehr vor Ort einen Eindruck zur Projektumsetzung zum Neubau der Heubrücke verschaffen, welche durch das Hochwasser 2013 massiv geschädigt worden war.

Zur Beseitigung der Schäden wurde für die Heubrücke in Memleben und die Sanierung des Asphaltbelages für den Radweg zwischen Memleben und Wangen im November 2013 ein Antrag auf Gewährung von Zuwendungen zur Beseitigung der Hochwasserschäden 2013 gestellt. Für beide Projekte wurden Fördermittel vom Land bewilligt. Die Sanierung des Radweges ist bereits planmäßig im Oktober 2015 abgeschlossen wurden. Der Neubau der Heubrücke erfolgt derzeit und soll im Frühjahr 2020 zum Abschluss gebracht werden.

Zuständig für die Fördermittel zeichnet das Landesverwaltungsamt. Frau Gabrielle Neugebauer, zuständige Referatsleiterin für Städte- und Wohnungsbauförderung, Wohnungswesen und Schulbauförderung verschaffte sich am heutigen Tag in Memleben erneut eine Überblick zum Baufortschritt und der ordnungsgemäßen Verwendung der Fördermittel.

Die Bewilligung für den Ersatzneubau der Heubrücke erfolgte im August 2015. Der Planungsprozess, welcher seit April 2016 durch das Ing.-Büro Steinbacher Consult in Lützen bearbeitet wird, gestaltete sich nicht ganz so einfach und unkompliziert. Immer wieder ergaben sich Änderungen um den besonderen Belangen von Hochwasserschutz, Artenschutz und Denkmalschutz, hier insbesondere durch die Nähe zum Kloster und Kaiserpfalz Memleben, ausreichend Rechnung tragen zu können. So stellte sich beispielsweise bei den Voruntersuchungen zur Gründung der neuen Brücke heraus, dass es in diesem Bereich der Unstrut eine geologische Störung im Baugrund gibt, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Planungsphase zog sich hin und erst 3 Jahre nach Zuwendungsbescheid konnte mit der Ausschreibung der Bauleistung begonnen werden.

Nach der Submission und Prüfung aller Unterlagen und Angebote wurde der Auftrag im Dezember 2018 an den wirtschaftlichsten Bieter, die Baufirma Mütze und Rätzel aus Wohlmirstedt vergeben. Im Januar 2019 starteten dann die Erdarbeiten für die Gründung der neuen Heubrücke.

An der nördlichen Seite wurde am 28.01.2019 die Bohrung begonnen und auf jeder Uferseite wurden 16 Bohr­pfähle mit einer Einzellänge von 15 m hergestellt, diese Arbeiten dauerten auf der Nordseite bis zum 19.02.2019 und auf der Südseite bis zum 05.03.2019. Parallel zu den Bohrpfählen auf der Südseite wurde auf der Nordseite schon mit den Verbauarbeiten begonnen. Spundbohlen mit einer Länge von 15 m wurden in den Boden gerammt, diese ergeben einen Verbaukasten für die Bodenplatte, welche auf den Bohrpfählen sitzt. Anfang März starteten dann die Erdarbeiten im Verbaukasten, hier sind ca. 4 bis 5 m Boden abgetragen und die Bohrpfähle freigelegt worden. Im Anschluss starteten die Arbeiten für die Bodenplatte, Schrägstützen und Wiederlager. Bis Ende Juni bestimmten Bohrungen, die Herstellung von Bohrpfählen, Verbauarbeiten, Arbeiten an der Bodenplatte, Schrägstützen und Wiederlagern das Tagesgeschäft auf der Baustelle. Im Juli wurde mit dem Traggerüst für den Überbau der Brücke begonnen und im Anschluss der Unterbau eingeschalt und betoniert wurden. In zwischen ist das Traggerüst wieder abgesenkt und wird am 20.09.2019 mit einem 500 Tonnen Autokran zurückgebaut. So dass ab Oktober mit den Erdarbeiten rund um die Brücke begonnen werden kann.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde rund 2,7 Mio. Euro investiert. Diese Mittel wurden sowohl für die Planung und den Bau, vor allem aber auch zur Beachtung der Belange des Naturschutzes, des Umweltschutzes, des Hochwasserschutzes und des Denkmalschutzes aufgewendet. 

Voraussichtlicher Fertigstellungstermin der neuen Brücke, dank planmäßig verlaufender Arbeiten, ist der 06.12.2019. Erst nach diesen Arbeiten erfolgt der tatsächliche Abbruch der alten Heubrücke, welcher bis Ende März 2020 abgeschlossen sein.

Minister Webel ist froh, dass die Mittel zur Erhaltung der Infrastruktur zum Einsatz kommen und der ländliche Raum gestärkt werden kann. Er erläutert, dass insgesamt über 1,2 Mio. Euro für die Beseitigung der Hochwasserschäden verbaut werden. Frau Neugebauer bestätigt, dass der zur Verfügung stehende Fördermittelfond noch einmal aufgestockt werden konnte und die begonnenen Maßnahmen auf jeden Fall ordnungsgemäß beendet werden können. Alle Beteiligten sind sich vor Ort einig, dass solche Projekte nur gemeinschaftlich zu stemmen sind. Frau Ludwig ist froh, dass bis heute die Maßnahme trotz aufgetretener Probleme zielführend umgesetzt werden konnte, weil Planer, bauausführende Firmen, die Mitarbeiter der Verwaltung und des Landesverwaltungsamtes sowie alle beteiligten Sachverständigen aus dem Bereich Hochwasserschutz, Naturschutz und Denkmalschutz konstruktiv und kritisch aufgeworfenen Sachfragen miteinander klären konnte. Alle Anwesenden haben sich für das Frühjahr 2020 in Memleben zur offiziellen Einweihung der Brücke verabredet. Dies soll dann natürlich mit einem Besuch in der Kloster und Kaiserpfalz Memleben verbunden werden.

  
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