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Das Gotische Haus in Burgheßler

Burgheßler ist ein malerisches, altes Dorf inmitten der Weinregion an Saale und Unstrut in der Nähe von Naumburg am südlichen Rand von Sachsen-Anhalt. Das „Gotische Haus“ mit seinen 1,60 Meter dicken Mauern aus gelbem Kalkstein und seinen eleganten gotischen Fenstern alleinstehend in einem Feld zwischen zwei Steinbrücken macht einen majestätischen Eindruck. Obwohl erst 1493 gebaut, wurde das Gotische Haus in einer mittelalterlichen Bauweise errichtet. Nur das Stabwerk der Fenster und des Haupteingangs verraten das wahre Alter. Vermutlich als Adelssitz des Geschlechtes derer von Hessler errichtet, ist es ein einmaliger Profanbau von ganz herausragender denkmalpflegerischer Bedeutung, da es weder eine Burg noch eine Kirche ist.

Das Gotische Haus ist heute der Sitz des „Zentrums für frühe Musik“, einer Einrichtung, die Konzerte, Kurse, Kinderprogramme, Ausstellungen und Festivals für Musik aus verschiedenen historischen Epochen mit Künstlern von internationalem Rang veranstaltet und sich mit Forschungsarbeit zu Musikgeschichte und historischem Instrumentenbau befasst. Es beherbergt auch eine Musikinstrumentenbau- und Restaurierungswerkstatt, die hochwertige Rekonstruktionen historischer Instrumenten anfertigt.

Das Gotische Haus hat Jahrhunderte lang fast unangetastet einen Dornröschenschlaf gehalten und besitzt eine faszinierende Ausstrahlung. Wenn man die steinerne Wendeltreppe hinaufsteigt und den Saal mit seiner tiefen Fensternischen und einer Kassettendecke betritt, wird der Betrachter in vergangene Zeiten zurückversetzt und darf Musik, Tanz und Theater im passenden historischen Ambiente genießen.




Foto: Hans-Dieter Speck, Naumburger Tageblatt Information:
Nancy Thym
www.gotisches-haus.com
harfe@gotisches-haus.com

Telefon: 0172-8188366

Außenlager „Schacht Burggraf“ Billroda

Ein Gedenkstein an der Zufahrt des ehemaligen „Schacht Burggraf“ erinnert an das KZ-Außenlager in Billroda. Das SS-Sonderkommando bestand vermutlich von November 1944 bis April 1945 und zählte 500 bis 700 Gefangene; die Mehrzahl stammte aus dem KZ Buchenwald. Drüber hinaus wurde das Außenlager als Schutzhaftlager genutzt, wo vermutlich auch polnische und sowjetische Kriegsgefangene untergebracht waren. Die Häftlinge wurden beim Aufbau der unterirdischen Produktionsstätten Gustloff-Werke III, im ca. 500 Meter tiefen Salzschacht Burggraf an der Ortsgrenze von Billroda zu Kahlwinkel, eingesetzt. Untergebracht wurden sie an verschiedenen Orten im Umkreis von 2 Kilometern in Kahlwinkel/Bernsdorf und Billroda. Am 08.04.1945 begann der Häftlingsmarsch zurück nach Buchenwald. Dabei waren die Häftlinge dem Beschuss alliierter Jagdflieger ausgesetzt. Die Schutzhäftlinge verblieben in Billroda und sollen durch US-Streitkräfte am 10.4.1945 befreit worden sein.

Wenn Sie sich weiter über das Außenlager in Billroda informieren möchten, wenden Sie sich an: Andreas Ilse, Tel.: 036377-83636, Email: a.ilse@arcor.de








  



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  23.05.2019 - 21:29 Uhr TurboVision