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Einwohner: 106

Die Gründung der drei Orte der ehemaligen Gemeinde Steinburg ist nicht konkret festzulegen. Steinburg hat vermutlich seinen Ursprung in einer Burganlage, die schon im 8. bis 10. Jhd. vorhanden war. Reste dieser Holz-Erde-Burg lassen auf eine größere, zweiteilige Anlage schließen, die später vom Schloss, Gut und Dorf überbaut wurde. Heute ist das im 15. Jhd. erbaute Schloss, mit Schlosspark und Teich, über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Das Patrozinium der Kirche, Burkhardus, lässt eine fränkische Herkunft vermuten. Die Herrschaft bzw. die Besitzer von Steinburg haben im Laufe der Jahrhunderte sehr häufig gewechselt. Die Grafen von Rabinswald (um 1300), ein Heinrich von Steinburg (1306) und die Querfurter Dynasten (1383) werden verschiedentlich genannt, bevor die Familie Koller 1439 als Lehnsherren und 1501 als Besitzer genannt werden. In dieser Zeit (1486) wird Marienroda unter "Mergenrode" als Zubehör der Herrschaft Steinburg genannt, das vermutlich ein Vorwerk des Rittergutes war. Auch Borgau, das 1209 urkundlich unter den Pfortenbesitzungen als "Burkauwe" erwähnt wurde, gehörte nach einem Lehnbrief 1468 zur Herrschaft Steinburg, bei der es geblieben ist. Sehenswert ist eine alte Toreinfahrt und Pforte am Grundstück Nr. 12, sowie die Kirche aus dem 17. Jhd. Nach 1686 kam Steinburg an die von Münchhausen, die es letztlich bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 in ihren Besitz hatten. Aus dieser Familie ist Phillipp Adolph Friedrich von Münchhausen zu nennen, der sich nachhaltig um die Abschaffung des Frondienstes bemühte. Noch heute kann man auf dem Steinburger Friedhof historische Grabplatten derer von Münchhausen besichtigen. Die Orte sind von der B 176 sowie der B 250 aus zu erreichen und gehörten, wie andere Orte der Region, ab 1945 verschiedenen Verwaltungsbereichen an.


  19.12.2018 - 10:44 Uhr TurboVision      
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